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Wieder unterwegs: Diesmal alles anders

Roller und Rucksack

Unterwegs als Backpacker – mal testen wie es sich anfühlt wenn ich so meine Habseligkeiten, die ich mitnehmen will, auf dem Tisch ansehe, dann denke ich schon an die „Sieben Sachen“! Viel mehr ist es auch nicht, aber viel mehr brauche ich auch nicht. Hab ich mich ja schon für den Bulli stark reduziert, jetzt gehts ans Eingemachte. Und vermutlich werde ich am Ende wieder feststellen, dass ich wieder zu viel dabei hatte. Mal sehen. Ich überlege noch kurz, ob ich die Badelatschen noch um einen Zentimeter kürzen soll, lasse es aber dann. Der Rucksack, noch eine kleine Tasche mit Notebook und den alten Kinderroller aus dem Keller. Weil ich ja mein treues Klapprad „Rocinante“, das mich normalerweise begleitet nicht mitnehmen kann wird der Roller noch schnell, stilgerecht „Sancho Pansa“ getauft. Ich finde das passt. Der alte, etwas verrückte Ritter, auf der Suche nach Abenteuer und sein treuer Weggefährte und Gegenpol Sancho Pansa. Also dann man Abschied vom Bulli nehmen und los gehts.  Habe mir die 3€ für eine Sitzplatzreservierung gespart und so wurde mir die Mitte in der letzten Sitzreihe zugewiesen. Das war auch mein Lieblingsplatz in der Schule! 😉 Ich hab viel Platz und auch über mangelnde Beinfreiheit kann ich mich sicher nicht beschweren 🙂 Auf nach Prag! Ankommen in Prag und rein in die Kapsel 25 🙂 Man kann sicher darüber streiten, aber für eine Übernachtung in einer Hauptstadt für 15€ und dass wirklich mitten in der City….. Für mich ist es jedenfalls ein lustiges Abenteuer. Auf der Busfahrt war ich die ganze Zeit etwas schläfrig, aber hier wieder hellwach. Das Kapselhotel ist eine Mischung zwischen Jugendherberge und Baumhaus. Und für meine Ansprüche ist es völlig ok. Wer weiß, vielleicht sind so ja auch die Altenheime der Zukunft 😉 In Warschau habe ich in der Innenstadt wieder ein Kapsel-Hotel gebucht. Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt. Man bekommt eigene Hausschuhe und muss seine unten in eine Box geben. Mehr als 120 Kapseln befinden sich auf einem Stockwerk. An den Enden gibt es ein Bad für Frauen und eines für Männer. Alles ist gut belüftet und ist sehr sauber. Außerdem gibt es noch einen angenehmen Aufenthaltsbereich mit einer kleinen Küche. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dieser Art des Reisens. Die Fahrt von Prag nach Warschau kostete 40€ mit Flixbus, das Hotel 30€ Die Metro von der Bushaltestelle direkt in die City 0,80€.  Dafür ist man aber 650 Km gefahren und hat eine Übernachtung mitten in der Stadt. Morgen gehts auf Entdeckungstour durch Warschau Meine Hostels im Baltikum waren in der 17€-Klasse und durchaus unterschiedlich.  In Vilnius war es eher familiär-rustikal. Ein ausgebauter Keller, mit einigen sehr eng gestellten Stockbetten. Immerhin war ein Handtuch-Sichtschutz vor den Betten. Mein Zimmer war gemischt mit 5 Personen aus 4 Kontinenten. Zum Absperren gab es nichts. „Hier wird nicht gestohlen“ sagte der Vermieter. In Riga hatte ich eine Art Kapsel. Es hingen Vorhänge vor den „Verschlägen“ unten waren Schubladen mit Schloß angebracht. In Tallinn war das Hostel auf mehreren Etagen. Mein Bett war im Dachboden (auf dem Bild das Bett oben rechts). Es gab keinerlei Sichtschutz. Das Bett war etwas wackelig und wenn sich jemand bewegt hat, dann haben alle 4 Betten geschaukelt.  10 von 10 Punkten wenn es darum geht Bescheidenheit zu üben. (immer positiv denken!) Aber dafür waren alle Hostels auf meiner Baltikum-Reise mitten in der Altstadt und das ist super, wenn man den ganzen Tag in der Stadt verbringen und ab und zu zum Essen oder auf einen Kaffee in seine Unterkunft möchte.  Da sich der Stand der „digitalen Nomaden“ schon etabliert hat kann man in alles Hostels gut arbeiten und sitzt auch nie alleine in den Coworking Spaces. Viele machen hier ihren „ganz normalen Arbeitstag“. Fahrtkosten: Für die 2200 Km, die ich bisher mit Bus gefahren bin habe ich 136€ bezahlt. Das sind 6€ pro 100Km. Bahn wird mit 15€-50€ geschätzt und die Kosten für Diesel wären auch schon bei 18€ + Kosten des Fahrzeugs.

Die Bremer Stadtmusikanten in Riga: Das älteste „Vanlife“-Abenteuer der Weltgeschichte

Die Bremer Stadtmusikanten in Riga

Die Bremer Stadtmusikanten in Riga: Das älteste „Vanlife“-Abenteuer der Weltgeschichte Wenn man heute die Social-Media-Kanäle durchstöbert, stößt man unweigerlich auf das Phänomen Vanlife. Wunderschöne, selbst ausgeteilte Camper und Wohnmobile, die vor einsamen Klippen parken, während die Bewohner den Sonnenuntergang bei einer Tasse Kaffee genießen. Doch wer glaubt, dass dieser Traum vom Ausbrechen aus dem System eine Erfindung des 21. Jahrhunderts ist, der irrt sich gewaltig. Tatsächlich schrieben die Brüder Grimm bereits im 19. Jahrhundert das absolute Ur-Drehbuch für alle modernen Aussteiger, Individualreisenden und Backpacker: die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. Steht man heute in der geschichtsträchtigen Altstadt von Riga, der stolzen Hauptstadt Lettlands, trifft man hinter der altehrwürdigen St.-Petri-Kirche auf ein weltberühmtes Kunstwerk, das diese Brücke zwischen historischer Sage und moderner Sehnsucht perfekt schlägt. Es ist das Denkmal der vier tierischen Abenteurer, das uns auf skurrile Weise den Spiegel vorhält. Die Stadtmusikanten: Eine frühe Form des Vanlifes Betrachtet man die Geschichte der vier Tiere einmal ganz nüchtern, wird schnell klar: Esel, Hund, Katze und Hahn waren die allerersten Aussteiger der Weltliteratur. Ihr Schicksal gleicht dem vieler Menschen, die sich heute ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen, es mit viel Liebe zum Detail ausbauen und der Zivilisation den Rücken kehren. Wie die Tiere im Märchen sind auch viele heutige Vanlifer und Langzeit-Camper Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen aus der bürgerlichen Gesellschaft ausgebrochen sind. Sie suchen ihr Glück und ihre Freiheit in der Weite der Landstraße. Die Rentner und Arbeitsunfähigen: Der Esel und der Jagdhund im Märchen symbolisieren jene Rentner, die ihr Leben lang geschuftet haben. Als ihre körperliche Kraft nachließ, wurden sie vom System (ihren Besitzern) als nutzlos aussortiert. Anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, wählten sie die Flucht nach vorn – genau wie ältere Menschen heute, die im Ruhestand nicht im Schaukelstuhl versauern wollen, sondern im Kastenwagen Europa bereisen. Die Burnout-Aussteiger: Die Katze, die lieber faul am Ofen lag, als Mäuse zu jagen, und der Hahn, dem der Kochtopf drohte – sie stehen für all die gestressten Seelen, die einfach keine Lust mehr haben, sich im täglichen Hamsterrad aus unendlicher Arbeit, erdrückenden Mieten und immer höheren Steuern zu drehen. Sie weigern sich, zuzusehen, wie das echte Leben an ihnen vorbeizieht, während sie nur für die Träume anderer schuften. Bremen als unerreichbare Utopie: Der Vergleich der Lebensarten Es gibt eine tiefe, fast philosophische Parallele zwischen dem Weg der Stadtmusikanten und dem Alltag moderner Nomaden im Wohnmobil: Das Ziel, das niemals erreicht wird. Für die vier Tiere war Bremen das gelobte Land. Es war das Symbol für Freiheit, Kunst und ein selbstbestimmtes Leben. Doch wenn wir ehrlich sind: Die Tiere haben Bremen physisch nie erreicht. Sie blieben auf halber Strecke im Räuberhaus im Wald hängen, weil sie dort alles fanden, was sie zum Leben brauchten: Nahrung, ein Dach über dem Kopf und Gleichgesinnte. Für den modernen Vanlifer, den abenteuerlustigen Packpacker oder den pensionierten Camper verhält es sich ganz ähnlich. Das große, oft utopische Ziel ist es, „alle Länder der Welt“ zu bereisen oder den ultimativen, perfekten Ort der absoluten Freiheit zu finden. Doch dieses Ziel ist genauso unerreichbar wie das Bremen der Tiere. Die wahre Magie des Reisens liegt eben nicht im Erreichen eines finalen Punktes auf der Landkarte. Es ist das Unterwegssein an sich, das Finden eines unerwarteten Stellplatzes, das Teilen von Geschichten mit anderen Reisenden am Lagerfeuer – kurz: das gemütliche Verweilen in den vielen kleinen „Räuberhäusern“ am Wegesrand. Das Geschenk an die Partnerstadt: Ein Denkmal der Freiheit in Riga Wie aber kommen die vier Bremer Gesellen nun ausgerechnet nach Lettland? Die Antwort liegt in einer engen städtischen Freundschaft. Seit dem Jahr 1985 ist das hanseatische Bremen die offizielle Partnerstadt von Riga. Als Zeichen dieser tiefen Verbundenheit und als Symbol für den politischen Aufbruch schenkte Bremen der lettischen Metropole im Jahr 1990 eine ganz besondere Skulptur. Geschaffen wurde dieses faszinierende Bronze-Kunstwerk von der renommierten Bremer Bildhauerin Christa Baumgärtel. Baumgärtel interpretierte die Tiere jedoch völlig neu und goss damit die politische Realität der damaligen Zeit in Metall. Ihre Skulptur zeigt die vier Tiere nicht in gemütlicher Eintracht, sondern in einem Moment des Erschreckens und des Durchbrechens. Sie blicken mit aufgerissenen Augen durch einen symbolischen Spalt in einer eisernen Mauer – eine direkte künstlerische Anspielung auf den Fall des Eisernen Vorhangs und den unbändigen Freiheitswillen des Baltikums im Jahr 1990. Ein Pflichtstopp für jeden Backpacker und Vanlife-Reisenden Heute steht die Skulptur gut sichtbar hinter der St.-Petri-Kirche und hat sich zu einem der beliebtesten Fotomotive der lettischen Hauptstadt entwickelt. Und wie es sich für ein echtes Kulturdenkmal gehört, hat sich auch hier eine moderne Sage etabliert: Wer die Schnauze des Esels berührt, hat Glück. Wer es schafft, auch noch den Hund, die Katze und den Hahn an der Spitze zu erreichen, dessen Wünsche werden garantiert erfüllt. Da die oberen Tiere naturgemäß schwer zu erreichen sind, sieht man hier täglich Reisende, die abenteuerliche Verrenkungen machen – ein herrlicher Anblick, der perfekt zum augenzwinkernden Humor der Stadt passt. Für jeden, der mit dem Camper im Baltikum unterwegs ist, ist dieses Denkmal ein absoluter Pflichtstopp. Es erinnert uns daran, dass der Drang, das Hamsterrad zu verlassen und eigene Wege zu gehen, so alt ist wie die Menschheit selbst. Wenn du das nächste Mal vor den Stadtmusikanten in Riga stehst, klopfe dem Esel dankbar auf die Nase. Er war schließlich der erste, der erkannte: „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.“ Es lohnt sich definitiv, ab und zu auf meiner Seite vorbeizuschauen, um keine spannenden Routen-Tipps für deine nächste Rucksackreise oder deine Vanlife-Tour durch Osteuropa zu verpassen. Gute Fahrt, lasst das Hamsterrad hinter euch und genießt die Freiheit der Straße! Gero kelio!

Winterreise 25/26 (2)

Fortsetzung von Teil 1 der Reise Placencia 605. Tag im Wohnmobil.  In Placencia sind mir auch wieder „escaleras mecanicas“ aufgefallen. Rolltreppen, mit denen man innerorts größere Höhenunterschiede mühelos nehmen kann. Ich schreibe das Wort bewusst auf Spanisch, weil es sich in Orten, die an Bergen liegen, durchaus lohnt, das auch mal bei Google-Maps zu suchen. Zum Beispiel habe ich auch in Toledo oder bei Bilbao ganze Straßen mit „escaleras mecanicas“ gefunden. Der Aufstieg in eine Stadt, selbst mit Fahrrad, kann dann durchaus versüßt werden.  Cáceres – Von den Städten in der Extremadura hat mich Cáceres am meisten überrascht. Sie hat eine dichte Altstadt mit vielen netten Gassen und Winkeln, in denen man sich verlieren kann. Die Preise sind moderat, der Fremdenverkehr erdrückt nicht und man findet sich schnell zurecht.  Die Tragödie des Pedro und die Wohnmobil-Ritter von Feria Im Jahre 1534, als die Welt noch flach war und die Straßen noch keine Navigationssysteme kannten, lebte in einem kleinen, unscheinbaren Dorf in der Extremadura ein Mann, dessen Schönheit die Olivenbäume zum Erblühen brachte: Pedro. Pedro war so blendend gutaussehend, dass die örtliche Kirche eine Spendenaktion startete, um seine Wangenknochen zu konservieren. Zwei Damen verfielen ihm hoffnungslos: Catalina, die Bäckerin, bekannt für ihre Herzlichkeit, und Isabella, die Ziegenhirtin, berühmt für ihren cholerischen Charakter und ihre übernatürlichen Kenntnisse der Bergkräuter. Pedro, der sich lieber von frisch gebackenem Brot als von Ziegenkäse ernährte, entschied sich für Catalina. Isabella warf daraufhin einen Blick auf ihn, der kälter war als der Schnee der Sierra Nevada, und sprach einen Fluch aus, der bis heute in den bergigen Gassen widerhallt: „Du wirst niemals die Ruhe finden, Pedro! Du wirst dazu verdammt sein, in den Gassen der Pueblos Blancos zu spuken und dich an der Gier der modernen Reisenden zu rächen!“ Der Fluch im 21. Jahrhundert Der arme Pedro fand seine ewige Ruhe nie. Er existiert seither als eine Art gespenstischer, extrem gutaussehender Tourismus-Dschinn in den weißen Dörfern Andalusiens und der Extremadura. Sein Ziel: die größtmögliche Verkehrsanarchie stiften. Sein Fokus liegt dabei auf deutschen Wohnmobilfahrerinnen. Warum deutsche? Weil sie die besten, größten und am sorgfältigsten gewarteten Wohnmobile besitzen – Fahrzeuge, die garantiert in jeder spanischen Gasse stecken bleiben. Nachts, wenn Frau Steffi aus dem Harz ihr 7,5 Meter langes Reisemobil der Marke Karmann parkt, erscheint Pedro ihr in einem Traum. Mit seinem verführerischen Extremadura-Grübchen flüstert er ihr auf perfektem, melodischem Nordrhein-Westfälisch ins Ohr: „Steffi, mein Schatz. Die wirkliche authentische Tapas-Bar liegt nur hundert Meter weiter, gleich hinter dieser malerischen, 80 Zentimeter breiten Gasse. Vertrau mir, die Aussicht ist es wert.“ Am nächsten Morgen folgt Steffi, angetrieben von einer irrationalen Mischung aus Romantik und der Sehnsucht nach authentischer Tortilla, dem Ruf des schönen Geistes. Sie ignoriert das „No Pasar“-Schild, das die örtliche Polizei prophylaktisch angebracht hat, und biegt mit ihrem Karmann T4 in die steilste Gasse ein. Dort, zwischen der Wand eines Friseurladens und dem Sims eines Balkons, sitzt sie fest. Wieder eine vermisste Seele in den engen Gassen! Die Ankunft des Retters Glücklicherweise wacht über die Pueblos Blancos ein wahrer Held. Ein Nachfahre der alten Adelsfamilie der Grafen von Feria aus der Extremadura: Der edle Ritter Alfonso von Feria, seines Zeichens Betreiber des örtlichen Abschleppdienstes „La Grúa del Homenaje“ („Der Kran des Bergfrieds“). Sobald Alfonso den verzweifelten Anruf aus einer Funkloch-Gasse erhält, schwingt er sich auf seinen aufgemotzten, verchromten Abschleppwagen (Spitzname: El Conquistador) und eilt zur Rettung. Alfonso ist ein Mann der Tradition. Er weiß: Der Fluch von Pedro kann nur besiegt werden, indem er die Wohnmobil-Damen mit der größten Ehre belohnt, die die Sierra de Aracena zu bieten hat. Wenn er Steffi und ihren Karmann T4 befreit hat, akzeptiert er als einzige Belohnung: Drei Flaschen „San Miguel deste 1890“ (das edelste aller spanischen Biere). Denn nur der reine, goldene Gerstensaft, der seit der Gründung im Jahr 1890 gebraut wird, hat die Kraft, die Pein der verfluchten Seele des Pedro zu lindern. Und so spukt Pedro weiter, Steffi trinkt ihren Tinto de Verano und Alfonso von Feria sorgt für den Verkehrsfluss – ein ewiger Zyklus der Romantik, des Wahnsinns und des extrem kalten Bieres in den spanischen Bergen. SALUT! Kinder wie die Zeit vergeht! Und keine Zeit gehabt die Webseite zu führen.  Der Winter war voller Ereignisse.  Nach zwei Monaten in Marokko, in denen ich 5000 km gefahren bin und dabei viele tolle Erlebnisse in der Sahara hatte bin ich wieder zurück nach Spanien. Dann die Küste hoch und nach 160 Tagen in Deutschland angekommen. Also „angekommen“ kann man gar nicht sagen. Ich habs halt erreicht!  Nos vemos!

Winterreise 25/26 (1)

Salto de Roldán

Augsburg 543. Tag im Wohnmobil. Alle Zeichen stehen auf Herbst. Eigentlich ganz nett anzusehen, aber „eigentlich“ ist eben ein Sche**wort! Nach dem Herbst wird Winter kommen und das sind nun mal 7 Monate Rheuma, Menschen die so wichtig sind, dass sie auch noch mit 40 Grad und triefender Nase in jede Besprechung kommen. Der Winter ist die Jahreszeit, in der du überlegst, ob deine Nachbarn noch am Leben sind, weil sich alle nur in ihre Bunker verkriechen und der Winter ist die Jahreszeit, die eigentlich für die Ruhe reserviert wäre, wenn da nicht… Eben „Eigentlich“ ist eben ein Sch**wort – zur Weihnachtszeit bürgerkriegsähnliche Zustände in den Innenstädten ausbrechen würden.  Ausbrechen! Genau das ist das Stichwort! Frei sein von Enge, Zwängen und der kalten Hand des Winters in Deutschland. Projekte, die man für den Sommer geplant hatte, müssen zum Abschluss kommen. Gedanklich trennt man sich von Menschen, die sich einfach nicht mehr gemeldet haben. Es scheint als wär es ein Phänomen der jetzigen Gesellschaft. Man beendet eine Beziehung zu jemandem, indem man die Person einfach zur Seite legt und nie mehr wieder hervorholt. Einfach, praktisch und effektiv. Mache ich mit meinen Steuerunterlagen des vergangenen Jahres auch so.  Die Reisevorbereitungen und Planungen verdichten und konkretisieren sich. Bald gehts wieder los! Geplant ist der 20.9.25. Die passende Bettwäsche ist aufgezogen, meine Mutter strickt mir noch Socken für die kalten Nächte im Bulli. Man glaubt nicht, wie wertvoll solche Socken sein können, wenn man nachts bei -5 Grad in den spanischen Bergen im Auto übernachtet. Nie die Bodenhaftung verlieren! Das ganze „faule Pack“ (ist satirisch gemeint) von Vanlifern, Influenzern und sonstigen „tollen“ Medienmachern sollte nie vergessen, dass sie ihr Leben nie so führen könnten, wenn da nicht andere hart arbeiten würden. Tagtäglich nützen wir die Infrastruktur und die Dienstleistungen der Orte, an denen wir gerade sind. Wir verlassen uns auf Busfahrer, Personal in Krankenhäusern, Geschäften, bei der Polizei oder Feuerwehr. Während des Vanlife verliert man schnell die Bodenhaftung zu den „normalen“ Dingen des Alltags. Auch aus diesem Grund habe ich in den Sommerferien einen meiner früheren Jobs wieder ausprobiert und bin 7 Wochen Stadtbus im Schichtdienst gefahren. Somit habe ich auch mitgeholfen, ein paar Menschen, die das ganze Jahr performen, den Urlaub zu ermöglichen. Die Gesellschaft schaut nur auf die Stars und Sternchen, die glänzend am Himmel schweben. Oft (nicht immer) Blutsauger und Schmarotzer der Allgemeinheit.  Bitte einmal am Tag eine Gedenkminute einlegen für die Menschen, die täglich irgendwo arbeiten und wichtige Zahnräder im großen Getriebe sind. Und man kann auch mal Danke sagen! Danke liebe Kassiererin, danke lieber Straßenkehrer, danke lieber Straßenarbeiter, danke lieber Busfahrer!  Die Winterfahrt 25/26 ging eigentlich schon eine Nacht vor der Abfahrt los. Unter großem Applaus und inmitten einer Mega-Party verabschiedeten wir einen der bekanntesten lokalen Kulturschaffenden Madhouse-Wolfi Honrath in den Ruhestand. In seinem frisch ausgebautem Postbus wird er ab jetzt die Camper-Szene bereichern und hoffentlich viele coole Touren, im neuen Ruhestandsleben, machen. Nach der Party und dem Ausschlafen gings für mich Richtung Süden. Diesmal über Luzern. Das Wetter hat mir einen Strich durch meine Planung gemacht. Der Schnee am Furkapass und am Rhonegletscher hat mich die Abkürzung nach Genf nehmen lassen. Sie so: „Wieso hast du denn so einen kleinen Camper?“ Ich:  572. Tag im Postauto: Anwandern in diesem Winter. Ja, etwas ungewöhnlich, dass man im Herbst mit Wandern beginnt, aber im Sommer komme ich nicht dazu. Letzten Winter in Spanien habe ich viele Wanderungen gemacht. Von Januar bis März über 30 Touren, im Sommer in Mitteleuropa habe ich fast gar keine gemacht. Die ersten Meter waren heute sehr hart. Meine Muskeln und mein Knie haben richtig randaliert und mussten erstmal überzeugt werden. Der Pont d’Arc an der Ardeche stand schon lange auf meiner Liste. Heute habe ich eine kleine Wanderung dort gemacht. Eine Tour für morgen habe ich schon herausgesucht. Mein Plan ist, mich langsam in Richtung der Pyrenäen zu bewegen.  Cirque de Navacelles: Die Anfahrt war schon sehenswert. Bei Gegenverkehr bleibt einer stehen und der andere schleicht dran vorbei. Wenn man 1. den Gegenverkehr sieht und wenn 2. der Gegenverkehr nicht der Gasflaschen-Lkw auf Liefertour ist. Der Kessel selber ist Welterbe und bietet viele schöne Wanderungen. Auf beiden Seiten des Kessels gibt es Aussichtspunkte, die man unbedingt besuchen sollte! Lac du Salagou: Dieser See ist farblich und landschaftlich spannend. Die charakteristische rote Erde, auch „Ruffe“ genannt, und die offene Landschaft ohne erkennbare Wege, verleiht der ganzen Umgebung etwas marsartiges.  Der Cirque de Mourèze ist ein auffallend schöner Geopark, den ich auch schon länger auf meiner Liste hatte. Eine schöne Wanderung mit fast 400 hm war genau richtig für mein Wandertraining.  Vor Carcasonne hatte ich ein wenig Bammel, weil ich Menschenmassen und Kampf um den Parkplatz nimmer ausstehen kann. Um so schlimmer war die Vorstellung, dass mich mein Weg an einem Sonntag da hin führen soll.  Die Lösung war aber ganz simpel. 10 Minuten nach Sonnenaufgang war am fast leeren Parkplatz, spazierte dann 2 Std. durch eine fast völlig ausgestorbene Altstadt und mit dem Eintrudeln von asiatischen Reisegruppen habe ich mich leise wieder aus dem Staub gemacht. In der Tasche viele Fotos der Stadt ohne, auch nur eine Person. Carcasonne Carcasonne Carcasonne Durch die Pyrenäen auf der Route de la Liberté erinnert an eine bedeutende Flüchtlingsroute. Menschen sind vor den Nazis in die Freiheit geflohen.  Zuerst vor den Spanischen, dann vor den Deutschen.  Eine Frage drängt sich auf: Wann laufen hier wieder Menschen und in welche Richtung?   Sehr gespannt war ich darauf, wie sich mein Spanisch lernen vom Sommer in der Praxis bewährt. Hab heute auch gleich richtig losgelegt und was soll ich sagen. Es war etwas chaotisch, aber es endete mit vielen wertvollen Informationen über Stellplätze, zwei neuen Freunden, einer Dose des besten Bieres der Erde und der Erkenntnis, dass ich jetzt befähigt bin, mein Leben hier in Spanisch zu bestreiten. SALUT!   Meine 4. Wanderung ging durch die Schlucht „congost de Mont-rebei“ Ein echter Knaller auf den ich mich seit Monaten gefreut habe. Ich bin nicht enttäuscht worden. Wenn man grade glaubt, dass man

Sommer 25

Aktuell bin ich … Sommer 25 Ford Marian  An der Strasse nach Danzig findet man das Fort Marian. Ist es ein Museum oder eine Ansammlung von Schrott oder sind es einfach Militär-Verrückte? Oder von allem etwas. Jedenfalls hat man selten so eine spannende Sammlung von Schrott gesehen.  Die fahrbereiten Fahrzeuge kann man wohl auch gleich testen. Auf dem Gelände gibts eine Offroad-Stecke 20250717_113004 20250717_111503 20250717_110233 20250717_105942 20250717_103927 20250717_102708 mehr Bilder… End of Content. Kolberg  Auf der Küstenstraße bekommt man nicht so viel von der Ostsee mit, deswegen bin ich nach Kolberg.  Ein schönes Seebad, aber leider war es zu windig und zu kalt um zu baden.  20250716_114502 20250716_113546 Stettin  491. Tag im Postauto. vor 10 Jahren war ich zum letzten Mal in Polen. Ich bin sehr gespannt wie es sich jetzt anfühlt bei unserem östlichen Nachbarn zu sein  20250715_141806 20250715_150652 (1) Greifswald  490. Tag im Postauto. genau andersherum. Ich hatte nicht viel erwartet und wurde angenehm überrascht.  20250714_174150 20250714_174445 Rostock  489. Tag im Postauto. Rostock und Warnemünde. Irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Aber so ist das mit Erwartungen eben. Besser, man hat keine, dann wird man nicht enttäuscht.  20250713_185411 20250714_103817 Wismar  488. Tag im Postauto. Nette Stadt mit Hafen. Es gibt einiges zu schauen und auch nicht überlaufen. 20250713_110938 20250711_192541 Schwerin  487. Tag im Postauto. Schloss sehenswert, wenn man Schlösser mag. Eintritt 8,50. Seit letztem Jahr zum Welterbe erhoben, ab nächstes Jahr kostet der Eintritt fast das doppelte. Erzählte mir eine Mitarbeiterin.  20250712_133439 20250711_124907   Bernburg  486. Tag im Postauto. Till Eulenspiegel war hier Turmbläser und man erzählt sich die Geschichte, dass der Graf ordentlich auftischte und Till auf seinem Wachposten Hunger hatte. Also hat er Alarm geblasen, alle haben den Feind gesucht und er hat sich am Festmahl bedient. Obwohl man ihn daraufhin herauswarf, ist man heute stolz auf die Geschichten des Till Eulenspiegel und er ist überall in der Stadt präsent.   20250710_130302 20250710_124205 Halle  485. Tag im Postauto. … wenn man jemand gefragt hat, was man unbedingt in Halle gesehen haben muss und der einen zum Friedhof schickt… Immerhin hab ich noch meinen Lieblingsgrabstein gefunden! 20250709_172722 20250709_192648 Mödlareuth  484. Tag im Postauto. Mödlareuth, oft als „Little Berlin“ bezeichnet, ist ein einzigartiges Dorf, das die deutsche Teilung auf eindringliche Weise symbolisiert. Über Jahrzehnte hinweg verlief eine Mauer mitten durch den Ort, trennte Familien und Nachbarn. Heute ist Mödlareuth eine bewegende Gedenkstätte und ein Museum. Besucher können originale Mauerreste und Grenzanlagen besichtigen, die das Leben im geteilten Deutschland greifbar machen. Es ist ein Ort der Erinnerung, der die Absurdität der Grenze und die Freude der Wiedervereinigung spürbar werden lässt. Mödlareuth ist ein wichtiges Zeugnis der Zeitgeschichte und ein Mahnmal für Freiheit. 20250709_120200 20250709_115658 20250709_132023 20250709_140021 Nürnberg  474. Tag im Postauto. Nürnberg lohnt sich für einen Ausflug! Ein Rundgang um die Stadtmauer, die größten Teil erhalten ist, ist wie ein Querschnitt durch die Stadt. Man kommt vorbei an teuren Hotels, bürgerlichen Häusern, touristischen Highlights, Museen, etwas muffigen Ecken und auch am Rotlichtviertel.  20250618_121646 20250618_120027 Nürnberg Saal 600 473. Tag im Postauto. Der berühmte Saal 600 im Nürnberger Justizpalast ist ein Ort von immenser historischer Bedeutung. Hier fanden von 1945 bis 1949 die Nürnberger Prozesse statt, bei denen sich führende Vertreter des NS-Regimes für ihre Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten mussten. Heute dient der Saal weiterhin als Gerichtssaal, ist aber auch eine Gedenkstätte und ein Museum. Besucher können die Originalschauplätze besichtigen und mehr über die Prozesse und ihre Auswirkungen erfahren. Saal 600 symbolisiert Gerechtigkeit und die Aufarbeitung der Geschichte, ein Mahnmal für Frieden und Menschenrechte. Er ist ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich mit der jüngeren deutschen Geschichte auseinandersetzen möchten. 20250618_093906 20250618_104926(0)

… ab November 24

Aktuelles Update ab November 24 Mazarrón – Mine und Ärger mit dem Camper 347. Tag im Postauto. Heute noch die alte Miene in Mazarrón besucht. Viele alte Steine und viel bunter Abraum. Auffallend, dass auch nach Jahrzehnten kein einziges Hälmchen Gras über den Schutt gewachsen ist.  Dann Ärger im Camper. Die Heizung geht nicht mehr. Der Vorteil, wenn man seine Karre selber gebaut hat ist, dass man seinen eigenen Pfusch auch irgendwie kennt. Nach einer Ausräumaktion, bei der ich alle meine Habseligkeiten neben mir auf dem zentralen Parkplatz von Mazarrón ausbreite, finde ich ein Problem mit der Halterung einer Sicherung. Die Reparatur mit mitgebrachten Ersatzteilen klappt und die Heizung springt wieder an. Wenn dir das Leben was schenken will, dann verpackt es es in ein Problem.  Mazarrón Mazarrón Calabardina – alte Freunde am Strand 346. Tag im Postauto. Der Berg, den ich gestern schon von weitem gesehen habe, stellt sich als störrischer Klotz heraus, zumindest, wenn man ihn vom Meer her aufsteigt. Der Weg ist nicht einfach und nicht ungefährlich. Aber die Aussicht lohnt sich! Wie überall, lerne ich auch hier andere Camper kennen. Diesmal ein Paar aus Holland und später am Strand treffe ich ein Paar, dass ich schon einige Tage vorher an einer anderen Stelle schon getroffen hatte. Irgendwie sind alle eine große Familie. Und wieder habe ich von weitem einen Berg ausgemacht, der mein nächstes Ziel werden soll. Calabardina Calabardina Aguilas – in erster Reihe 345. Tag im Postauto. Dank meiner bescheidenen Größe finde ich überall ein schönes Plätzchen. Heute am Hafenparkplatz, der auch auf 5,2 m beschränkt ist. Die Stadt macht viel Spaß, es gibt gleich drei schöne Buchten hier. Und Sonne im Überfluss. Von weitem sehe ich einen Berg, der mich anspricht. Der wird morgen mein Ziel werden. Aguilas Aguilas Playa de los Cocedores – Wieder mal geräumt 344. Tag im Postauto. Einer der schönsten Strände an dieser Küste und beschränkt auf Fahrzeuge bis 5,2 Meter. Also ich und noch ein anderer „Kleiner“. Auf Drängen der Umweltschützer wird dieser Strand immer mal wieder von der Polizei geräumt. Wer kann es ihnen verdenken, angesichts der fahrenden Wohnblöcke, die sich hier zahlreich einfinden.  Playa de los Cocedores Playa de los Cocedores Garrucha – Die Berge und meine Grammatik freuen sich über den Regen 343. Tag im Postauto. Heute kommt ordentlich was runter. Andalusien braucht es auch. Mal Zeit, um die Grammatik-Lektionen der letzten Wochen zu wiederholen. Wer je die vielen unregelmäßigen, spanischen Verben gelernt hat, weiß, dass es dafür viel Wasser braucht. Vor dem Bus in Form von Regen, im Bus in Form von Tränen und Schweiß! Hier auch mal eine Empfehlung zum Spanisch lernen: Einen sehr guten Podcast (auch auf Youtube und vielen anderen Kanälen erreichbar) hat Maria gemacht. LINK zur Webseite Spanisch mit Maria Die Zielgruppe sind Anfänger und Wiedereinsteiger. Besonders schätze ich an Maria, dass sie sympathisch und locker spricht und den typischen Youtuber/Instagrammer-Firlefanz weglässt. Ihre Folgen sind klar strukturiert und ihr Kurs folgt einer logischen Linie, die dich Spanisch verstehen lässt.  Garrucha Garrucha Rio Aguas – Wandern im barranco 341. Tag im Postauto. Diese tief eingegrabenen Schluchten, die es überall in den Bergen gibt, sind genial für einsame Wanderungen. Der heutige Rundweg sollte eigentlich nach zwei Stunden geschafft sein, aber weil ich mich immer wieder verlaufen habe und dann kreuz und quer herumstolperte, hat das fast doppelt so lange gedauert, bin ich wieder am Bus was. Was mich aber  bei über 20 Grad nicht sehr gestört hat. Rio Aguas Rio Aguas Rio Aguas Rio Aguas Vias verdes – die schönsten Radwege Spaniens 340. Tag im Postauto. Heute habe ich wieder einen Vias Verde Radweg gefahren. Diese Radwege werden von einer Stiftung betreut. Sie umfassen 3500 km ehemalige Bahnstrecken mit mehr als 130 verschiedenen Routen in ganz Spanien. Es gibt eine Webseite und eine App (beim download der App darauf achten, dass man die Richtige auswählt. Das Logo ist ein grünes Ahornblatt). Die App ist super, um auf der Tour zu navigieren und um Informationen zu finden. Alle Routen verfügen aber auch über eine gute Infrastruktur. Oft gibt es Stellplätze für Camper und Fahrradverleih-Stationen.  Vias Verde Vias Verde Vias Verde Lucainena de Las Torres – überall sehenswertes, man kommt hier nicht voran Hier in den Bergen schaut es auf den ersten Blick eintönig, fast langweilig aus. Aber dieser Eindruck täuscht gewaltig. Immer wieder wird man überrascht und mit der langen und reichen Geschichte Spaniens konfrontiert. In Lucainena de Las Torres war bis vor hundert Jahren eine Mine. Die Reste der Hochöfen gibt es noch und wie so oft in Spanien werden diese bewahrt, sind mit Parkplatz, Rampen, Infotafeln und Mülltonnen ausgestattet. Der Ort selber darf sich zum Club der schönsten Dörfer Spaniens zählen. Freundlich sind sie auf alle Fälle. Nicht nur, dass es hier niemanden gibt, der einen nicht grüßt, auf meine Frage nach einem Bäcker wollte ein Mann mit mir sein Brot teilen, dass er grade dabei hatte, weil der Bäcker schon geschlossen hatte.  Lucainena de Las Torres Lucainena de Las Torres Lucainena de Las Torres Nijar – Staumauer von 1850 339. Tag im Postauto. Wieder ist beim Wandern Selbstbeherrschung gefragt. Aber heute gelingt mir das nur sehr schlecht. Wie oft hat man schon die Gelegenheit eine Staumauer zu umklettern, unten das Innere der 33 Meter hohen Mauer zu erkunden und dann durch den Tunnel der ehemaligen Wasserleitung zu gehen.  Nijar Nijar Nijar Nijar Goldminen – gemeine Gedankten in mir Hinter Rodalquilar sind die Berge durchlöchert. Der Berg war eine reiche Goldmine und die vielen Eingänge zu den Stollen zeugen davon. Wieder gehe ich Stunden in völliger Einsamkeit und Stille zwischen den gelben Bergen und Abraumhalden aus den Minen. Dabei kommt mir die Idee, mit einer goldenen Rettungsdecke Goldsteine zu basteln und diese an unzugänglichen Stellen zu platzieren. 🙂 Gut, dass ich keine Rettungsdecke dabei habe! Rodalquilar Rodalquilar Rodalquilar Rodalquilar – der TÜV darfs nicht sehen 338. Tag im Postauto. Die alte Mine in Rodalquilar ist wieder ein Abenteuer für kleine Jungs, oder Jungs die nicht erwachsen geworden sind. Wie in Spanien üblich,

Auf Fototour am Comer See

Comer See

Fototour zum Comer See Zauber der oberitalienischen Seen: Natur und Kultur vereintOberitalien lockt mit glitzernden Seen, eingebettet in eine traumhafte Bergkulisse. Die größten Seen – Maggiore, Garda und Como – bieten für jeden etwas: Naturliebhaber wandern in den grünen Hügeln, Wassersportler tummeln sich auf dem Wasser, und Kulturinteressierte bestaunen historische Städte und prächtige Villen. Entzückende Dörfer mit engen Gassen und regionalen Spezialitäten runden das Bild dieser reizvollen Urlaubsregion ab. Der Splügenpass ist Anfang Mai noch etwas abenteuerlich, aber genau das suche ich ja. Alleine die Abfahrt nach Italien hat über 50 180iger die teilweise sehr eng sind und durch die Schneeschmelze fährt man streckenweise wie in einem Bach.  Ankunft nach 380 km im freundlichen Ort Gera Lario. Parkplatz zum Übernachten direkt am Hafen. Das wird meine 85. Nacht im Postbus.  Free-Wlan ist für Wanderarbeiter ein Segen. So also Hafen-Office zum Webseiten erstellen. Grade recht, um anzukommen. War schon lange nimmer in bella Italia. Es fühlt sich ein wenig wie Spanien an, aber die Ruhe und Gelassenheit der Spanier fehlt hier und der Straßenverkehr ist so wie Deutschland 1970. Das in Spanien „ich träume beim Überqueren der Straße, die halten schon alle“ hätte hier andere Folgen!  TIPP: Beeindruckende Naturkulisse: Eingebettet in die majestätischen Alpen, bietet der Comer See eine atemberaubende Naturkulisse. Kristallklares Wasser, üppige Vegetation und schneebedeckte Gipfel bilden eine malerische Kulisse, die Fotografenherzen höher schlagen lässt. Wandere auf einen der zahlreichen Aussichtspunkte, um atemberaubende Panoramen des Sees und der umliegenden Landschaft einzufangen. Eigentlich wollte ich nur in paar Kilometer in den Süden, entlang des Comer Sees fahren, aber es fanden sich keine vernünftigen, kostenfreien Parkplätze. Erst in Mandello del Lario bin ich in der Nähe des Hafens fündig geworden und hatte die Möglichkeit mir den Ort anzusehen. Aber so richtig Laune kam auch da nicht auf. Alle Orte und auch hier sind nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. Wirkten auf mich nicht sehr einladend. Vielleicht sogar abweisend.   Erst ganz an der Südspitze spürte ich dann endlich den italienischen Flair in Lecco. Hier, wo sich das Tal etwas weitet, ist wieder etwas mehr Platz… zumindest denkt man das. Am Abend bin ich in den Feierabendstau geraten.  TIPP: Prunkvolle Villen und herrschaftliche Gärten: Der Comer See ist bekannt für seine prächtigen Villen, die einst von Adel und Prominenz bewohnt wurden. Besichtige diese architektonischen Meisterwerke und halte die beeindruckenden Fassaden, kunstvollen Skulpturen und üppigen Gärten auf deinen Fotos fest. Besuche Villa Carlotta mit ihrem botanischen Garten oder die Villa del Balbianello, die als Kulisse für James-Bond-Filme diente. Hier in Lecco bleibe ich die 87. Nacht im Postauto. TIPP: Magische Momente am Wasser: Der Comer See bietet unzählige Möglichkeiten für einzigartige Fotomotive am Wasser. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge tauchen die Landschaft in ein magisches Licht, während Boote und Segelboote für zusätzliche Dynamik sorgen. Miete ein Kanu oder Kajak und erkunde den See vom Wasser aus. …wenn halt einer alle Zeit der Welt hat… Sein Frauchen nannte ihn „Porco“. Vermutlich bedeutet das so viel wie „kleiner, süßer Hund“ 😉 TIPP: Charmante Dörfer und historische Städte: Entlang des Ufers reihen sich pittoreske Dörfer mit engen Gassen, bunten Häusern und charmanten Restaurants. Lass dich von der mediterranen Atmosphäre verzaubern und halte die einzigartige Architektur und das quirlige Treiben auf deinen Fotos fest. Besuche die Altstadt von Como mit ihrem imposanten Dom und schlendere durch die engen Gassen von Bellagio, der „Perle des Comer Sees“. Auf der Halbinsel im Comer See, die vom Süden bis zur Spitze nach Bellagio führt, lernt man auch noch nach langen Jahren als Kraftfahrer neues dazu. Die Küstenstraße wird mit eingeklapptem linken Spiegel gefahren. Nicht grundlos!  In Bellagio trifft sich alles, was schön sein will und Geld haben will. Die Krawatten und die Handtaschen sind edel, die Damen eitel und das Essen teuer. Die berühmte Ponte della Civera. Wer sie genau ansehen möchte, geht die 17 Stockwerke runter und wieder hoch, oder kommt am besten gleich mit dem Boot. In Como gibts einen der ältesten Aero-Clubs der Welt und hier kann man als Pilot auch zu seiner Wasserflugzeug-Ausbildung kommen. Kurz juckt es mich ja, aber andererseits komme ich ja nicht mal zu Hause zum Fliegen.   Como ist eine nette Stadt. Hier kann man auch ein paar Tage bleiben. Man könnte auch an Venedig denken.  Nein! Nicht der kleine Bruder von meinem Postauto! Allenfalls der Praktikant!  Tja, hier bin ich mit dem Bus mit 50 angekommen. So schön bei Rot bin ich schon lange nimmer über eine Hauptstraße gedonnert.  Der Hafen von Como lädt zum Verweilen ein und wird auch nicht langweilig. Man kann um die ganze Bucht laufen oder radeln. Wie es sich gehört, hat ein Haus auch einen Parkplatz davor.  Und wenn das Häuschen etwas größer ist, dann darf auch der Parkplatz etwas größer ausfallen.  . Datenschutz Impressum Datenschutz Impressum

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