Das Nilpferd im Grand Palais von Paris

Das Nilpferd im Grand Palais von Paris

Im Jahr 1909 verwandelte sich das prachtvolle Grand Palais in Paris in die wohl exzentrischste Schlamm-Arena der Belle Époque. Auf der Erfindermesse Concours Lépine wollte ein exzentrischer Tierbändiger die Massen begeistern und brachte als ultimativen PR-Gag ein echtes, angeblich zahmes Nilpferd mit.

Das tonnenschwere Schwergewicht hatte jedoch ganz eigene Pläne und absolut keine Lust auf gaffende Pariser. In der Nacht knackte der dicke Koloss sein Gehege und ging in der gigantischen Glashalle auf Entdeckungstour. Beim gemütlichen Nachtspaziergang übersah das Tier im Dunkeln ein künstliches Zierbecken, rutschte unelegant ab und steckte bis zum XXL-Bauch im tiefsten Schlamm fest.

Am nächsten Morgen war das Entsetzen groß. Das Nilpferd protestierte ohrenbetäubend lautstark gegen die ungemütliche Wellness-Behandlung. Da ein gestrandetes Nilpferd nicht im Pariser Feuerwehr-Handbuch stand, rückte die gesamte Löschtruppe mitsamt einem Dutzend kräftiger Seine-Hafenarbeiter an.

Es folgte ein epischer Rettungs-Slapstick: Während die Männer zogen, fluchten und im Schlamm versanken, lockte der Tierbändiger das Biest von vorne mit einer gigantischen Wagenladung Karotten. Nach Stunden des Ziehens und Fütterns war die Bestie befreit. Das Grand Palais war ruiniert, aber das Nilpferd satt und weltberühmt!

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