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Die Legende vom Schloss des Schreckens

Die Legende vom Schloss des Schreckens

Die Altschlossfelsen im Pfälzerwald verstecken eine schaurige Geschichte: Im frühen Mittelalter thronte auf den unzugänglichen Klippen eine mächtige Burg. Ihr Herr war ein Raubritter, der für seinen extremen Geiz, seine Grausamkeit und seinen grenzenlosen Hochmut gefürchtet war. Er presste den armen Bauern den allerletzten Cent ab. Wer seine Steuern nicht zahlen konnte, landete im feuchten Felsenverlies und wurde dort schlicht vergessen.

An einem eisigen Winterabend flehte eine zitternde, arme Witwe am Burgtor um ein Stück Brot für ihre hungernden Kinder. Der tyrannische Ritter lachte sie nur lautstark aus, hetzte seine Jagdhunde auf sie und trieb sie zurück in den tiefen Schnee. Im Sterben stieß die Frau einen furchtbaren Fluch aus: „Dieses Schloss und sein herzloses Pack sollen vom Erdboden verschluckt werden und zu ewigem Stein erstarren!“

Der Fluch wurde prompt erhört. In der Nacht zog ein apokalyptisches Unwetter auf. Blitze schlugen ein, die Erde bebte, und durch die urgewaltige Hitze verschmolz die Burg direkt mit dem Berg. Die Mauern, Türme und schreienden Bewohner wurden im Bruchteil einer Sekunde zu purem, rotem Sandstein. Wenn heute der Herbstwind durch die bizarren Felsgassen pfeift, hört man noch immer das geisterhafte Wimmern des Ritters, der ewig seine versteinerten Münzen zählen muss.

 

 


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