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Der Todessturz vom Eiffelturm

Der Todessturz vom Eiffelturm

Im Februar 1912 bewies der Schneider Franz Reichelt, dass Mut und absolute Selbstüberschätzung manchmal im selben Fledermaus-Kostüm stecken. Franz hatte einen genialen Plan: Ein selbstgebastelter Fallschirm-Anzug aus tonnenweise Stoff, der Piloten das Leben retten sollte. Um sein Meisterwerk zu testen, quatschte er die Pariser Polizei so lange in Grund und Boden, bis sie ihm den Sprung von der ersten Eiffelturm-Plattform erlaubte. Die Beamten dachten allerdings, er würde eine Testpuppe werfen.

Am großen Tag erschien Franz jedoch höchstpersönlich im wallenden Fledermaus-Look. Vor den Kameralinsen schockierter Reporter schritt er zum Geländer, blickte majestätisch in die Tiefe und zögerte kurz – vermutlich, weil ihm auffiel, dass Physik sich nicht an Modetrends hält.

Dann sprang er. Das historische Filmdokument zeigt das Desaster: Statt elegant zu gleiten, faltete sich der Anzug sofort zusammen. Franz mutierte in Sekundenbruchteilen vom stolzen Schneider zum interaktiven Meteoriten. Er schlug ungebremst im gefrorenen Boden ein und hinterließ ein exakt 15 Zentimeter tiefes Loch im Rasen.

Ein tragisches Ende, aber auch der unangefochtene, absurdeste Darwin-Award der Pariser Stadtgeschichte. Franz flog zwar nicht wie eine Fledermaus, ging dafür aber als menschlicher Presslufthammer in die Chroniken ein!

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