Die Gründungslegende vom Mont Saint-Michel
Im Jahr 708 schlief Aubert, der gütige Bischof von Avranches, tief in seiner Kammer, als ihm im Traum eine lichtvolle Gestalt erschien. Es war der Erzengel Michael. Mit donnernder Stimme befahl er dem Bischof, auf dem wilden, bewaldeten Felsen inmitten der Meeresbucht eine Kirche zu errichten. Doch Aubert, ein Mann der Vernunft, tat die Erscheinung am Morgen als bloße Halluzination ab und ignorierte den göttlichen Befehl. Der Erzengel kehrte in der folgenden Nacht zurück, wiederholte seine Forderung mit Nachdruck – und stieß erneut auf Auberts hartnäckige Skepsis. Da verlor der mächtige Himmelsfürst endgültig die Geduld. Bei seinem dritten Erscheinen fackelte Michael nicht lange. Er trat dicht an das Bett des schlafenden Bischofs heran und drückte seinen glühenden, feurigen Finger direkt auf dessen Stirn. Als Aubert am nächsten Morgen schweißgebadet erwachte, verspürte er keinen Schmerz, doch der Spiegel zeigte das Unfassbare: Er hatte ein kreisrundes Loch im Schädel. Dieser göttliche Denkzettel wirkte sofort. Aubert ließ ohne Zögern die Kirche erbauen, aus der später der weltberühmte Mont Saint-Michel wurde. Den durchlöcherten Schädel kann man noch heute in Avranches bewundern – als ewigen Beweis dafür, dass man den Engeln besser aufs Wort gehorcht. Ist diese Legende so oder so ähnlich wahr? Oder ist alles nur erlogen? Schreib gerne deine Meinung in die Kommentare! Ich bin im Van unterwegs um für dich die Orte der spannendsten Legenden aus aller Welt aufzusuchen! Folge mir dabei!







































