Die Legende vom mörderischen Hunger des Leibhaftigen
Der Teufelstisch in Hinterweidenthal verdankt seine Existenz dem mörderischen Hunger des Leibhaftigen. Eines Tages wanderte der Teufel höchstselbst durch den Pfälzerwald. Er war müde, extrem übellaunig und suchte verzweifelt nach einem Rastplatz für sein Abendbrot. Doch weit und breit gab es weder Bank noch Tisch, die seiner finsteren Majestät würdig gewesen wären.
Vor Zorn bebte die Erde. Der Teufel fluchte so laut, dass die Bäume zitterten, packte zwei riesige Felsbrocken und rammte einen davon senkrecht in den Boden. Die zweite, tonnenschwere Platte schleuderte er als Tischplatte oben drauf. Zufrieden verspeiste er seine teuflische Brotzeit und zog weiter.
Am nächsten Morgen war das Entsetzen im Dorf groß. Ein mutiger Bursche wettete jedoch, eine Nacht auf dem Felsen zu schlafen. Schlag Mitternacht wachte das ganze Tal durch ein markerschütterndes Lachen auf. Eine tiefe Stimme dröhnte vom Berg: „Die Suppe ist fertig, aber mir fehlt noch das Fleisch!“
Vom Burschen wurde nie wieder etwas gesehen. Wenn du heute dort im Camper dein Abendessen kochst und ein lautes Magenknurren aus dem Wald hörst, solltest du dein Schnitzel lieber freiwillig teilen!
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