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Goldgräber-Fieber im Aura-Fluss: Die gierige Legende vom versunkenen Schatz von Turku

Wer auf seiner Reise durch Finnland mit dem Wohnmobil oder als Backpacker in Turku Halt macht, schlendert unweigerlich am Ufer des Aura-Flusses (Aurajoki) entlang. Der Fluss ist das gemütliche Herzstück der Stadt: Schicke Restaurant-Boote liegen am Ufer, Studenten trinken Kaffee in der Sonne, und das Wasser fließt friedlich – wenn auch in einem eher unansehnlichen, bräunlich-schlammigen Farbton – Richtung Ostsee.

Doch Vorsicht! Hinter diesem trüben Fahrwasser verbirgt sich eine uralte Sage, die schon so manchen gierigen Schatzsucher um den Verstand gebracht hat: Die Legende vom versunkenen Kaufmannsgold und dem bissigen Flussgeist.

Fluss Aura in Turku Finnland

Der flüchtige Kaufmann und die feurige Katastrophe

Wir schreiben das verhängnisvolle Jahr 1827. Der große Brand von Turku legte fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche. Mitten in diesem chaotischen Inferno geriet ein stinkreicher, schwedischer Kaufmann in Panik. Anstatt wie alle anderen Bürger beim Löschen zu helfen oder wenigstens die Nachbarn zu warnen, hatte der Kerl nur ein einziges Ziel: Seine gewaltige Truhe voller Goldmünzen, Echtschmuck und Silberbesteck zu retten.

Er schleppte die tonnenschwere Beute zum Ufer des Aura-Flusses, warf alles auf ein kleines Holzschiff und wollte seelenruhig stromabwärts fliehen. Doch Karma lässt bekanntlich nicht lange auf sich warten!

Mitten auf dem Fluss fingen die Segel des Schiffes durch den Funkenflug der brennenden Stadt Feuer. Das Schiff brannte lichterloh, kenterte spektakulär und die massive Goldtruhe sank wie ein Stein direkt auf den tiefsten Grund des schlammigen Flussbetts.

Fluss Aura in Turku Finnland

Der Flussgeist als klebriger Tresorhüter

Jetzt könnte man meinen: „Nun ja, der Fluss ist an manchen Stellen gar nicht so tief, da taucht man halt mal kurz runter!“ Tja, hättest du wohl gerne!

Laut der finnischen Legende hat sich der ewig mürrische Flussgeist des Aura-Flusses die Schatztruhe nämlich sofort unter den Nagel gerissen. Er nutzt die schwere Kiste seit fast 200 Jahren als persönlichen Ozean-Tresor und schläft meiste Zeit bequem darauf.

Im Laufe der Jahrzehnte haben immer wieder unvorsichtige Glücksritter versucht, im trüben Wasser nach dem kaufmännischen Reichtum zu tauchen. Doch der Geist versteht bei Besitzansprüchen absolut keinen Spaß! Wer gierig seine Hand in die dunkle Schlammschicht am Flussgrund steckt, wird laut der Volkssage vom Flussgeist packen gelassen, mit den Füßen im klebrigen Bodensatz verankert und darf dort unten für immer als stummer Wächter der Goldtruhe Gesellschaft leisten.

Fluss Aura in Turku Finnland

Das Fazit für deinen Trip mit dem Camper

Man munkelt übrigens unter Einheimischen, dass der Fluss Aura seine typische braune Schlammfarbe nur deshalb hat, weil der Geist da unten pausenlos den Bodensatz umpflügt, um seine Goldkiste vor neugierigen Blicken zu verstecken!

Wenn du also bei deiner nächsten Stadtführung über die Flussbrücken von Turku spazierst und glänzende Lichtreflexe im Wasser siehst: Finger weg! Lass das Gold wo es ist, spare dir die nasse Überraschung und investiere deine Kohle lieber in eine frische Zimtschnecke am Ufer. Gute Reise!

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