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Die „Ananas-Grippe“ von Le Havre

Die „Ananas-Grippe“ von Le Havre

Im Sommer 1982 leistete sich der Hafencomputer von Le Havre den wohl genialsten Systemfehler seiner Karriere: Er vergaß zwei gigantische Kühlcontainer prallvoll mit karibischen Ananas und Limetten auf dem Kai. Eine Woche lang brutzelten die Kisten in der prallen Sonne. Als die Hafenarbeiter – die berüchtigten Dockers – vorbeigingen, schnupperten sie skeptisch. Aus den Ritzen strömte ein intensiv süßer, fruchtiger und verdächtig alkoholischer Duft. Die Früchte waren in der Hitze perfekt fermentiert. In den Containern hatte sich quasi von selbst ein gigantischer Liebesbrief aus der Karibik gebraut. Pflichtbewusst den Zoll informieren? Bloß nicht! Die Dockers organisierten stattdessen ein paar Kisten Rum aus einem Nachbarcontainer (Man ist ja kollegial) und erklärten den Kai zur chefreien Zone. Es folgte eine legendäre, dreitägige Marathon-Beachparty direkt im Industriehafen. Der vergorene Fruchtsaft wurde eimerweise abgezapft mit Rum vermischt und vernichtet. Als der Zoll am Montag die vermisste Fracht suchte, fand er nur blitzblanke, leere Container vor. Die Dockers schworen mit unschuldigem Blick, eine gigantische Welle mutierter Möwen habe alles gefressen. Die „Ananas-Grippe“, wegen der am Dienstag die halbe Belegschaft mit mörderischen Kopfschmerzen flachlag, ist bis heute der süßeste Insider von Le Havre. Ist diese Geschichte so wahr? Oder ist alles nur erlogen? Schreib gerne deine Meinung in die Kommentare! Ich bin im Van unterwegs um für dich die Orte der spannendsten Legenden aus aller Welt aufzusuchen! Komm mit!

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