Der gestohlene Zahn der Jeanne d’Arc
In den 1930er Jahren explodierte in Rouen die absurdeste Kriminalkomödie der Stadtgeschichte. Ein kauziger Herr behauptete steif und fest, im Besitz eines echten Backenzahns von Johanna von Orléans zu sein. Stolz präsentierte er die Reliquie in einer feinen Samtschachtel.
Eines feucht-fröhlichen Abends prahlte er in einer Taverne vor einer Gruppe angehender Medizinstudenten mit seinem Schatz. Die angeheiterten Akademiker witterten prompt die Chance auf eine epische Wette: Ein Fass Cidre für denjenigen, der den royalen Beißer entführt! Gesagt, geklaut. Während der Besitzer selig schnarchte, ließen die Studenten den Zahn mitgehen.
Am nächsten Morgen war das Entsetzen groß. Die Polizei ermittelte wegen „schweren Raubs an nationalem Kulturgut“. Panik brach bei den Dieben aus – der Knast drohte! Eine unauffällige Rückgabe musste her, allerdings mit Stil.
Mitten in der Nacht schlichen sie zum Marktplatz und klebten den „heiligen Zahn“ der monumentalen Jeanne-d’Arc-Statue mit einem dicken Klumpen Kaugummi direkt auf die Nase.
Der nächste Morgen war ein Spektakel: Unter dem johlenden Gelächter der Marktfrauen musste die Feuerwehr mit einer langen Leiter anrücken, um die Reliquie von der Nase der Nationalheldin zu kratzen. Die Wette war gewonnen, die Ehre der Enkel gerettet!
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