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Gott gegen das Finanzamt - eine Geschichte aus Saint-Brieuc

Gott gegen das Finanzamt - eine Geschichte aus Saint-Brieuc

In der Gründungszeit von Saint-Brieuc schickte der König einen gierigen Steuereintreiber, um den zehnten Teil aller Schweine einzufordern. Die armen Bauern verzweifelten, doch der heilige Brieuc hatte einen humorvollen Plan. Er schlich nachts in die Ställe und flüsterte den Tieren ein göttliches Geheimnis ins Ohr.
Als der Beamte am nächsten Morgen das erste Schwein am Ringelschwanz packte, geschah das Wunder: Ein ohrenbetäubendes, rhythmisches Quieken erfüllte das Tal, das exakt wie ein höhnisches Gelächter klang. Jedes Mal, wenn der Steuereintreiber die Hand ausstreckte, stimmte das ganze Dorf-Rudel in ein hysterisches Konzert ein, das den Mann fast um den Verstand brachte.
Gequält von dem Lärm und dem Spott der Tiere, warf er seine Listen weg und floh schreiend aus der Stadt. Der heilige Brieuc soll daraufhin gesagt haben:
„Gott liebt die Fröhlichen, aber er liebt es noch mehr, wenn das Finanzamt die Flucht ergreift.“

 

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