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Wieder unterwegs: Diesmal alles anders

Roller und Rucksack

Unterwegs als Backpacker – mal testen wie es sich anfühlt wenn ich so meine Habseligkeiten, die ich mitnehmen will, auf dem Tisch ansehe, dann denke ich schon an die „Sieben Sachen“! Viel mehr ist es auch nicht, aber viel mehr brauche ich auch nicht. Hab ich mich ja schon für den Bulli stark reduziert, jetzt gehts ans Eingemachte. Und vermutlich werde ich am Ende wieder feststellen, dass ich wieder zu viel dabei hatte. Mal sehen. Ich überlege noch kurz, ob ich die Badelatschen noch um einen Zentimeter kürzen soll, lasse es aber dann. Der Rucksack, noch eine kleine Tasche mit Notebook und den alten Kinderroller aus dem Keller. Weil ich ja mein treues Klapprad „Rocinante“, das mich normalerweise begleitet nicht mitnehmen kann wird der Roller noch schnell, stilgerecht „Sancho Pansa“ getauft. Ich finde das passt. Der alte, etwas verrückte Ritter, auf der Suche nach Abenteuer und sein treuer Weggefährte und Gegenpol Sancho Pansa. Also dann man Abschied vom Bulli nehmen und los gehts.  Habe mir die 3€ für eine Sitzplatzreservierung gespart und so wurde mir die Mitte in der letzten Sitzreihe zugewiesen. Das war auch mein Lieblingsplatz in der Schule! 😉 Ich hab viel Platz und auch über mangelnde Beinfreiheit kann ich mich sicher nicht beschweren 🙂 Auf nach Prag! Ankommen in Prag und rein in die Kapsel 25 🙂 Man kann sicher darüber streiten, aber für eine Übernachtung in einer Hauptstadt für 15€ und dass wirklich mitten in der City….. Für mich ist es jedenfalls ein lustiges Abenteuer. Auf der Busfahrt war ich die ganze Zeit etwas schläfrig, aber hier wieder hellwach. Das Kapselhotel ist eine Mischung zwischen Jugendherberge und Baumhaus. Und für meine Ansprüche ist es völlig ok. Wer weiß, vielleicht sind so ja auch die Altenheime der Zukunft 😉 In Warschau habe ich in der Innenstadt wieder ein Kapsel-Hotel gebucht. Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt. Man bekommt eigene Hausschuhe und muss seine unten in eine Box geben. Mehr als 120 Kapseln befinden sich auf einem Stockwerk. An den Enden gibt es ein Bad für Frauen und eines für Männer. Alles ist gut belüftet und ist sehr sauber. Außerdem gibt es noch einen angenehmen Aufenthaltsbereich mit einer kleinen Küche. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dieser Art des Reisens. Die Fahrt von Prag nach Warschau kostete 40€ mit Flixbus, das Hotel 30€ Die Metro von der Bushaltestelle direkt in die City 0,80€.  Dafür ist man aber 650 Km gefahren und hat eine Übernachtung mitten in der Stadt. Morgen gehts auf Entdeckungstour durch Warschau Meine Hostels im Baltikum waren in der 17€-Klasse und durchaus unterschiedlich.  In Vilnius war es eher familiär-rustikal. Ein ausgebauter Keller, mit einigen sehr eng gestellten Stockbetten. Immerhin war ein Handtuch-Sichtschutz vor den Betten. Mein Zimmer war gemischt mit 5 Personen aus 4 Kontinenten. Zum Absperren gab es nichts. „Hier wird nicht gestohlen“ sagte der Vermieter. In Riga hatte ich eine Art Kapsel. Es hingen Vorhänge vor den „Verschlägen“ unten waren Schubladen mit Schloß angebracht. In Tallinn war das Hostel auf mehreren Etagen. Mein Bett war im Dachboden (auf dem Bild das Bett oben rechts). Es gab keinerlei Sichtschutz. Das Bett war etwas wackelig und wenn sich jemand bewegt hat, dann haben alle 4 Betten geschaukelt.  10 von 10 Punkten wenn es darum geht Bescheidenheit zu üben. (immer positiv denken!) Aber dafür waren alle Hostels auf meiner Baltikum-Reise mitten in der Altstadt und das ist super, wenn man den ganzen Tag in der Stadt verbringen und ab und zu zum Essen oder auf einen Kaffee in seine Unterkunft möchte.  Da sich der Stand der „digitalen Nomaden“ schon etabliert hat kann man in alles Hostels gut arbeiten und sitzt auch nie alleine in den Coworking Spaces. Viele machen hier ihren „ganz normalen Arbeitstag“. Fahrtkosten: Für die 2200 Km, die ich bisher mit Bus gefahren bin habe ich 136€ bezahlt. Das sind 6€ pro 100Km. Bahn wird mit 15€-50€ geschätzt und die Kosten für Diesel wären auch schon bei 18€ + Kosten des Fahrzeugs.

Du hast noch Tipps für Wohnmobil, Camper, Vanlifer oder sehenswerte Orte in dieser Region? Oder vielleicht eigene Erlebnisse dazu? Dann schreib sie gerne hier in die Kommentare! 

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