Das fliegende Kalbsschnitzel von Stockholm: Wenn der Kellner zum Frisbee-Meister wird

Das fliegende Kalbsschnitzel von Stockholm: Wenn der Kellner zum Frisbee-Meister wird Wer auf seiner Reise durch Schweden als Backpacker oder mit dem Camper unterwegs ist, sucht nicht nur nach unberührter Natur, sondern auch nach den besten Geschichten für das eigene Vanlife-Tagebuch. Eine der schurrilsten Anekdoten der schwedischen Gastronomie-Geschichte führt dich mitten ins Herz von Stockholm: in den farbenfrohen Stadtpark Kungsträdgården. Hier, wo im Frühling die Kirschblüten blühen und Reisende ihr Eis in der Sonne genießen, trug sich im 19. Jahrhundert eine Legende zu, die zeigt: Mache dich niemals mit einem schwedischen Kellner an, der einen schlechten Tag hat! Das feine Restaurant Schanzen und der gellangweilte Adel Im späten 19. Jahrhundert war der Kungsträdgården – von den Stockholmern liebevoll Kungsan genannt – das aristokratische Herzstück der Hauptstadt. Sehen und gesehen werden war das Motto. Mitten im Park thronte das edle Restaurant Schanzen, eine noble Adresse mit weiß eingedeckten Tischen, Silberbesteck und Kellnern, die im maßgeschneiderten Frack bedienten. An einem sonnigen Nachmittag trat Graf von Liljenstjerner – ein stadtbekannter Meckerkopf der Oberschicht – in den Biergarten des Restaurants. Er setzte sich an den besten Tisch mit Blick auf die Flanierweide der Stadt, schnippte herablassend mit den Fingern und orderte das teuerste Gericht auf der Karte: ein klassisches, paniertes Kalbsschnitzel mit Bratkartoffeln. Der sturste Kellner der schwedischen Hauptstadthistorie Bedient wurde der Graf von Johan – einem Kellner-Original, das in ganz Stockholm für seinen staubtrockenen Humor und seine absolute Intoleranz gegenüber nörgelnden Gästen bekannt war. Als Johan das dampfende Schnitzel servierte, brauchte der Graf genau zwei Sekunden, um das Besteck wütend auf den Teller zu pfeffern. Mit schriller Stimme rief er durch den halben Gastgarten: „Ober! Das ist doch eine absolute Frechheit! Dieses Fleisch ist so zäh wie eine alte Schuhsohle! Das kann doch kein Mensch kauen!“ Das Restaurant verstummte. Die feinen Damen hielten entsetzt die Luft an, die Herren starrten in ihre Weingläser. Jeder wartete darauf, dass sich der Kellner demütig entschuldigen und das Essen zurück in die Küche tragen würde. Doch Johan verog keine Miene. Er trat langsam an den Tisch, sah den Grafen eiskalt an und sagte in aller Seelenruhe: „Exzellenz, Sie irren sich gewaltig. Dieses Fleisch ist von vorzüglicher, zarter Qualität.“ Das berühmteste Luftmanöver der Gastronomiegeschichte Der Graf lief rot an wie eine reife Tomate: „Es ist zäh! Ich sage Ihnen, es ist aus Leder gemacht!“ Da fasste Kellner Johan einen denkwürdigen Entschluss. Anstatt weiter zu diskutieren, griff er mit der bloßen Hand mitten auf den Teller des Grafen, schnappte sich das fettige, panierte Kalbsschnitzel und marschierte schnellen Schrittes zum offenen Fenster der Veranda. Vor den ungläubigen Augen des Grafen und der gesamten Gesellschaft holte Johan schwungvoll aus und warf das Schnitzel wie eine Frisbee-Scheibe mit voller Wucht weit hinaus in den Kungsträdgården! Das Schnitzel flog in hohem Bogen durch die Sommerluft, segelte elegant über die Blumenbeete und landete mit einem saftigen Klatschen mitten im zentralen Springbrunnen des Parks. Johan drehte sich langsam um, strich sich das Revers seines Fracks glatt und sagte in die sprachlose Stille hinein: „Sehen Sie, Exzellenz? Wäre dieses Schnitzel wirklich so zäh, wie Sie behaupten, hätte es niemals so eine fantastische Aerodynamik an den Tag gelegt!“ Das perfekte Ziel für deine Vanlife-Tour Die Skandal-Anekdote machte rasch die Runde in den Kneipen der Altstadt, und bis heute erzählen sich die Einheimischen die amüsante Geschichte vom fliegenden Schnitzel. Wenn du das nächste Mal auf deiner Reise durch Schweden mit dem Wohnmobil oder als Backpacker in Stockholm unterwegs bist, schlendere durch den Kungsträdgården. Setz dich an den Brunnen, genieße die Sonne und denk daran: Wenn dein Essen auf der Tour mal nicht perfekt schmeckt – Hauptsache, die Aerodynamik stimmt!
Die klebrige Legende der engsten Gasse Stockholms: Mårten Trotzigs Bauch-Fiasko

Die klebrige Legende der engsten Gasse Stockholms: Mårten Trotzigs Bauch-Fiasko Wer auf seiner Reise durch Schweden mit dem Camper unterwegs ist oder als Backpacker mit dem Rucksack durch die Kopfsteinpflastergassen der Stockholmer Altstadt (Gamla Stan) schlendert, stößt auf ein bizarres Nadelöhr: Mårten Trotzigs Gränd. Diese winzige Treppengasse ist an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal 90 Zentimeter breit. Während moderne Vanlife-Abenteurer heute versuchen, sich für das perfekte Social-Media-Foto schräg durch die Wandlücke zu zwängen, verbirgt sich hinter den kühlen Steinmauern eine der amüsantesten Legenden der schwedischen Geschichte – die Geschichte von Geiz, zu viel fetter Wurst und einem einklemmten Kaufmann! Wer war eigentlich dieser Herr Trotzig? Wir schreiben das späte 16. Jahrhundert. Mårten Trotzig war ein deutscher Einwanderer, der als Kaufmann in Stockholm zu unermesslichem Reichtum gelangte. Er handelte vor allem mit Eisen und Kupfer und kaufte sich Stück für Stück die Häuser auf beiden Seiten der kleinen Gasse. Trotzig war jedoch nicht nur steinreich, sondern laut der lokalen Volks-Sage auch der unangefochtene König des Geizes. Er zählte jeden einzelnen Kupfermünzen-Schilling dreimal um und hasste nichts mehr als Menschen, die seine private Gasse als Abkürzung nutzten, ohne ihm Wegzoll zu zahlen. Zusätzlich hatte der gute Mårten eine zweite große Leidenschaft: deftiges Essen. Wo immer deftige Schweinshaxen, gesalzener Hering und schwere Butterbrote serviert wurden, war Trotzig nicht weit. Das Ergebnis dieser kulinarischen Hingabe? Sein Bauchumfang wuchs im Laufe der Jahre in exakt demselben Tempo wie sein Bankkonto. Die menschliche Schranke von Gamla Stan Die mündliche überlieferte Geschichte besagt, dass Trotzig irgendwann zu gierig wurde, um ein normales Holzgitter zu bezahlen. Stattdessen stellte er sich abends nach getaner Arbeit einfach selbst mitten in die 90 Zentimeter breite Gasse. Mit verschränkten Armen und weit herausgestrecktem Bauch versperrte der massige Kaufmann die Treppe wie eine lebende Parkschranke. Wer die Abkürzung zwischen der Västerlånggatan und der Prästgatan nutzen wollte, musste an Trotzig vorbei – und dafür ordentlich Wegzoll abdrücken. Hatte jemand kein Geld dabei, bleib der Weg versperrt. Trotzig grinste breit, klopfte sich auf seinen mächtigen Bauch und schickte die wütenden Bürger zurück in den Regen. Das große Festmahl und die einklemmende Quittung An einem kühlen Herbstabend des Jahres 1595 übertrieb es Mårten Trotzig jedoch gewaltig. Nach einem besonders üppigen Festmahl im Hafenwirtshaus – wo er sich mehrere Teller fetten Schweinebraten und Unmengen von Bier gegönnt hatte – schlenderte er hochmütig zu seiner Gasse, um wieder Maut zu kassieren. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe lustiger Stockholmer Studenten die Gasse hinaufkam. Als sie den geizigen Kaufmann sahen, dachten sie gar nicht daran, zu bezahlen. Anstatt umzudrehen, nahmen die jungen Männer Schwung und drückten Trotzig mit vereinten Kräften rückwärts tiefer in die engste Stelle der Gasse hinein! Was dann passierte, geht als die klebrigste Bau-Panne in Stockholms Legenden ein: Durch den plötzlichen Druck und seinen frisch gefüllten Festmahl-Bauch keilte sich Mårten Trotzig haargenau zwischen den rauen Hauswänden fest. Er saß bombenfest! Seine Beine baumelten in der Luft, seine Arme waren nach oben gestreckt, und der Bauch wirkte wie ein eingepresster Korken in einer Flasche. Die Studenten lachten sich schlapp, wünschten dem Kaufmann eine gute Nacht und ließen ihn hilflos hängen. Ein Lehrstück für jedes Vanlife-Abenteuer Ganze drei Tage lang – so erzählt es die humorvolle Sage – musste der geizige Trotzig zwischen den kalten Steinen ausharren, während die Altstadt-Bürger feixend an ihm vorbeiliefen. Erst als der arme Kerl durch die unfreiwillige Nulldiät so viel Bauchumfang verloren hatte, dass er wieder dünn genug war, rutschte er wie eine reife Pflaume nach unten auf die Stufen! Wenn du heute auf deiner Reise als Backpacker oder mit dem Camper durch Stockholm schlendert, probiere aus, ob du durch Mårten Trotzigs Gränd passt. Aber ein kleiner Tipp für dein Vanlife-Abenteuer: Isst lieber erst nach dem Besuch der Gasse die leckeren schwedischen Zimtschnecken – nicht, dass es dir ergeht wie dem alten Kaufmann Trotzig!
Das leere Grab am Fluss: Wie Stockholms Stadtgründer den Umzug verweigerte

Das leere Grab am Fluss: Wie Stockholms Stadtgründer den Umzug verweigerte Wer auf seiner Reise durch Schweden als Backpacker oder mit dem Camper in der Hauptstadt unterwegs ist, landet unweigerlich vor der Kulisse des Stockholmer Rathauses (Stadshuset). Mit seinen leuchtend roten Backsteinen und dem gigantischen Turm direkt am Ufer des Mälaren-Sees ist es das Fotomotiv schlechthin für jedes Vanlife-Tagebuch. Doch wer an der Südostseite des Rathausturms direkt am Wasser entlangschlendert, stößt auf ein vergoldetes Monument, das eine der schurrilsten Pannen der schwedischen Geschichte verbirgt: Das geheimnisvolle Scheingrab von Birger Jarl, dem legendären Gründer von Stockholm. Eine Schmunzel-Legende über sture Pfarrer, leere Kisten und einen Toten, der einfach nicht umziehen wollte! Wer war der Mann im Gold-Sarkophag? Birger Jarl war im 13. Jahrhundert der unangefochtene Strippenzieher Schwedens. Er vereinte das Reich, gründete um 1252 die Stadt Stockholm und verstarb schließlich anno 1266. Seine letzte Ruhe fand er – wie es sich für einen hochkarätigen Adligen gehört – im Kloster Varnhem, tief im schwedischen Inland. So weit, so unspektakulär. Bis im frühen 20. Jahrhundert der ehrgeizige Rathaus-Architekt Ragnar Östberg auf den Plan trat. Der gigantische Umzugsplan des Architekten Als Östberg in den 1910er-Jahren das Stockholmer Rathaus entwarf, wollte er nicht einfach nur ein Verwaltungsgebäude bauen. Er wollte ein Monument für die Ewigkeiten erschaffen! Und was passte besser zu einer echten skandinavischen Trutznacht als die echten Gebeine des Stadtgründers direkt im Fundament des Rathausturms? Östberg entwickelte einen spektakulären Plan: Er wollte die Gebeine von Birger Jarl aus dem Kloster Varnhem exhumieren lassen, per Schiff nach Stockholm transportieren und feierlich in einem prunkvollen, vergoldeten Sarkophag am Fuße des Turms betten. Ein echter PR-Coup für die Stadtgeschichte! Er gab das vergoldete Liegebild in Auftrag, ließ den massiven Steinsarg meißen und richtete am Ufer alles für die Ankunft des berühmten Toten her. Der Prunksarg war fertig, das Gold glänzte im Sonnenlicht – nur einer spielte da nicht mit: die Kirche! Die Kirchen-Blockade: „Der Jarl bleibt, wo er ist!“ Als der Architekt hochoffiziell die Umbettung bei den Kirchenbehörden beantragte, schüttelten die Pfarrer in Varnhem nur energisch den Kopf. Sie dachten gar nicht daran, ihren prominentesten „Dauergast“ an die feinen Herren im fernen Stockholm abzutreten. Schließlich brachte der alte Jarl seit Jahrhunderten verlässlich Pilger und Einnahmen ins Kloster! Es entbrannte ein humorvoller, jahrelanger Streit zwischen der Stadt Stockholm und der Landkirche. Östberg argumentierte mit Denkmalschutz und Patriotismus, die Pfarrer mit der Totenruhe. Das Ergebnis der Verhandlungen? Die Kirche blieb stur wie ein schwedischer Elch im Mühlsand. Die Geburtsstunde einer modernen Volkssage Da stand der arme Architekt nun: Das Rathaus sollte 1923 feierlich eingeweiht werden, das gigantische Golddenkmal war fertig montiert – aber die Kiste war schlichtweg kreisleer! Da Abmontieren peinlich gewesen wäre, behielt man das Monument einfach. Um die peinliche Leere im Sarg zu vertuschen, entstand unter den Stockholmern rasch eine neue Legende: Man erzählte sich verschmitzt, dass Birger Jarls Geist nachts heimlich aus Varnhem anreist, um im leeren Sarkophag nach dem Rechten zu sehen und die Schiffe im Hafen zu zählen. Das Fazit für dein Vanlife-Abenteuer Wenn du das nächste Mal bei deiner Schweden-Reise den Camper oder dein Wohnmobil auf einem der Stellplätze rund um Stockholm parkst und als Backpacker zum Rathaus schlummerst, schau unbedingt beim Gold-Sarkophag vorbei. Genieße die Aussicht auf das Wasser, klopfe leise an den hohlen Stein und schmunzele über die Geschichte des Stadtgründers, der dem ehrgeizigen Architekten eiskalt die kalte Schulter zeigte!
Für 18,50 € auf Kreuzfahrt? Das spektakulärste Insel-Abenteuer zwischen Finnland und Schweden

Für 18,50 € auf Kreuzfahrt? Das spektakulärste Insel-Abenteuer zwischen Finnland und Schweden Kann man für gerade einmal 18,50 € einen ganzen Tag lang auf Kreuzfahrt durch eine der atemberaubendsten Inselwelten unserer Erde gehen? Die verblüffende Antwort lautet: Ja, man kann! Wer auf seiner Reise durch Skandinavien als Fußgänger an Board der modernen Ostseefähren geht – zum Beispiel auf der Strecke von Turku nach Stockholm – erlebt das ultimative Kreuzfahrt-Feeling zum absoluten Schnäppchenpreis. An Board dieser schwimmenden Paläste fehlt es an nichts: Restaurants, Panorama-Sonnendecks, Live-Unterhaltung und Shopping-Möglichkeiten stehen den großen Ozeanriesen in nichts nach. Doch das wahre Highlight dieser Überfahrt liegt nicht im Inneren des Schiffes, sondern direkt vor den Panoramafenstern: die unvergleichliche, schier unendliche Schärenwelt der Ostsee. Ein Irrgarten aus 50.000 Inseln: Die Geografie der Wunder Das Seegebiet zwischen Finnland und Schweden, das sich über den Bottnischen Meerbusen erstreckt, beherbergt ein einzigartiges Naturphänomen. Schätzungen zufolge liegen in diesem gigantischen Schärenarchipel – bestehend aus den Schären von Turku, den Åland-Inseln und dem Stockholmer Schärengarten – zwischen 30.000 und 50.000 Inseln, Eilande und winzige Felsnebenkuppen (Klippen). Es ist eines der inselreichsten Gebiete der gesamten Welt! Geologisch betrachtet sind diese Inseln das Resultat der letzten Eiszeit. Als sich die kilometerdicken Gletscher vor etwa 10.000 Jahren zurückzogen, schliffen die Eismassen den uralten Granit glatt. Doch das Faszinierende ist: Die Landschaft wächst bis heute! Durch die sogenannte postglaziale Landhebung hebt sich der Meeresboden noch immer um fast einen Zentimeter pro Jahr an. So tauchen im Laufe der Jahrzehnte stetig neue, winzige Inselchen aus dem Wasser auf. Millimeterarbeit auf See: Fast ein Blick in die Kochtöpfe Wie sich ein riesiges, mehrstöckiges Passagierschiff seinen Weg durch dieses schmale Labyrinth bahnt, grenzt an ein wahres Navigationswunder. Der Kapitän und seine Crew wissen ganz genau, was sie tun, wenn sie den Koloss Zentimeter für Zentimeter durch die engsten Passagen zirkeln. An manchen Stellen passiert das Schiff die bewaldeten Felsen in einem verblüffend kurzen Abstand von gerade einmal 50 Metern! Wer am Sonnendeck steht, hat das Gefühl, die Bäume fast greifen zu können. Viele der kleinen Schäreninseln sind mit den typischen, schwedenroten Holzhäusern verzerrt, die idyllisch direkt am Wasser thronen. Das Schiff gleitet so dicht an den Veranden vorüber, dass man den Anwohnern beim Mittagessen fast direkt in die Kochtöpfe schauen und winken kann. Unterwegs legt die Fähre einen kurzen Zwischenstopp auf der autonomen schwedischsprachigen Inselgruppe Åland ein – genauer gesagt im Hafen von Mariehamn. Dieser Stopp ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch der Grund für die extrem günstigen Ticketpreise: Durch den Sonderstatus von Åland außerhalb der EU-Steuerzone dürfen die Reedereien an Board steuerfrei verkaufen! Wer Kreuzfahrten für langweilig hält, wird hier überrascht Wer denkt, eine Schiffsüberfahrt sei eine zähe Angelegenheit, bei der man stundenlang nur auf den blauen Horizont starrt, wird auf dieser Strecke eines Besseren belehrt. Es ist das genaue Gegenteil von Langeweile – ein visueller Rausch, bei dem man schlichtweg nicht weiß, wo man zuerst hinsehen soll! Klassische Delfine begleiten die Fähre in den kühlen nordischen Gewässern zwar nicht, dafür bietet sich ein anderes, faszinierendes Schauspiel auf dem Wasser: Dutzende schicke Segelboote kreuzen den Weg der Fähre, und mutige Jetboot-Fahrer nutzen die mächtigen Heckwellen des Schiffes wie Sprungschanzen, um ähnlich wie Motorradfahrer auf zwei Rädern durch das Kielwasser zu hüpfen. Warum die Tagfahrt das absolute Geheimnis für Schnäppchenjäger ist Natürlich kann man diese Route auch nachts wählen und eine Kabine buchen, um schlafend am Ziel anzukommen. Doch mein klarer Geheimtipp für jeden Backpacker, Camper und Skandinavien-Fan lautet: Buche unbedingt die Tagfahrt! Die Tagespassage bietet unschlagbare Vorteile: Der Preis: Da du tagsüber keine schicke Schlafskabine benötigst, kostet das einfache Passagierticket oft nur schlappe 18,50 € (je nach Saison und Angebot). Das Erlebnis: Nur am Tag zieht das atemberaubende Panorama der Schärenwelt in voller Pracht an dir vorbei. Du genießt stundenlang die Sonne, die frische Meeresbrise und die wechselnden Farben des Wassers und der Natur. Fazit: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Norden Für unter 20 Euro durch ein naturräumliches Weltwunder zu reisen, gehört zu den besten Geheimtipps in ganz Skandinavien. Pack deine Kamera ein, schnapp dir einen Platz auf dem Sonnendeck und erlebe eine der spektakulärsten Seefahrten Europas – mitten durch den atemberaubenden Irrgarten der skandinavischen Schären!
Wieder unterwegs: Diesmal alles anders

Unterwegs als Backpacker – mal testen wie es sich anfühlt wenn ich so meine Habseligkeiten, die ich mitnehmen will, auf dem Tisch ansehe, dann denke ich schon an die „Sieben Sachen“! Viel mehr ist es auch nicht, aber viel mehr brauche ich auch nicht. Hab ich mich ja schon für den Bulli stark reduziert, jetzt gehts ans Eingemachte. Und vermutlich werde ich am Ende wieder feststellen, dass ich wieder zu viel dabei hatte. Mal sehen. Ich überlege noch kurz, ob ich die Badelatschen noch um einen Zentimeter kürzen soll, lasse es aber dann. Der Rucksack, noch eine kleine Tasche mit Notebook und den alten Kinderroller aus dem Keller. Weil ich ja mein treues Klapprad „Rocinante“, das mich normalerweise begleitet nicht mitnehmen kann wird der Roller noch schnell, stilgerecht „Sancho Pansa“ getauft. Ich finde das passt. Der alte, etwas verrückte Ritter, auf der Suche nach Abenteuer und sein treuer Weggefährte und Gegenpol Sancho Pansa. Also dann man Abschied vom Bulli nehmen und los gehts. Habe mir die 3€ für eine Sitzplatzreservierung gespart und so wurde mir die Mitte in der letzten Sitzreihe zugewiesen. Das war auch mein Lieblingsplatz in der Schule! 😉 Ich hab viel Platz und auch über mangelnde Beinfreiheit kann ich mich sicher nicht beschweren 🙂 Auf nach Prag! Ankommen in Prag und rein in die Kapsel 25 🙂 Man kann sicher darüber streiten, aber für eine Übernachtung in einer Hauptstadt für 15€ und dass wirklich mitten in der City….. Für mich ist es jedenfalls ein lustiges Abenteuer. Auf der Busfahrt war ich die ganze Zeit etwas schläfrig, aber hier wieder hellwach. Das Kapselhotel ist eine Mischung zwischen Jugendherberge und Baumhaus. Und für meine Ansprüche ist es völlig ok. Wer weiß, vielleicht sind so ja auch die Altenheime der Zukunft 😉 In Warschau habe ich in der Innenstadt wieder ein Kapsel-Hotel gebucht. Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt. Man bekommt eigene Hausschuhe und muss seine unten in eine Box geben. Mehr als 120 Kapseln befinden sich auf einem Stockwerk. An den Enden gibt es ein Bad für Frauen und eines für Männer. Alles ist gut belüftet und ist sehr sauber. Außerdem gibt es noch einen angenehmen Aufenthaltsbereich mit einer kleinen Küche. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dieser Art des Reisens. Die Fahrt von Prag nach Warschau kostete 40€ mit Flixbus, das Hotel 30€ Die Metro von der Bushaltestelle direkt in die City 0,80€. Dafür ist man aber 650 Km gefahren und hat eine Übernachtung mitten in der Stadt. Morgen gehts auf Entdeckungstour durch Warschau Meine Hostels im Baltikum waren in der 17€-Klasse und durchaus unterschiedlich. In Vilnius war es eher familiär-rustikal. Ein ausgebauter Keller, mit einigen sehr eng gestellten Stockbetten. Immerhin war ein Handtuch-Sichtschutz vor den Betten. Mein Zimmer war gemischt mit 5 Personen aus 4 Kontinenten. Zum Absperren gab es nichts. „Hier wird nicht gestohlen“ sagte der Vermieter. In Riga hatte ich eine Art Kapsel. Es hingen Vorhänge vor den „Verschlägen“ unten waren Schubladen mit Schloß angebracht. In Tallinn war das Hostel auf mehreren Etagen. Mein Bett war im Dachboden (auf dem Bild das Bett oben rechts). Es gab keinerlei Sichtschutz. Das Bett war etwas wackelig und wenn sich jemand bewegt hat, dann haben alle 4 Betten geschaukelt. 10 von 10 Punkten wenn es darum geht Bescheidenheit zu üben. (immer positiv denken!) Aber dafür waren alle Hostels auf meiner Baltikum-Reise mitten in der Altstadt und das ist super, wenn man den ganzen Tag in der Stadt verbringen und ab und zu zum Essen oder auf einen Kaffee in seine Unterkunft möchte. Da sich der Stand der „digitalen Nomaden“ schon etabliert hat kann man in alles Hostels gut arbeiten und sitzt auch nie alleine in den Coworking Spaces. Viele machen hier ihren „ganz normalen Arbeitstag“. Fahrtkosten: Für die 2200 Km, die ich bisher mit Bus gefahren bin habe ich 136€ bezahlt. Das sind 6€ pro 100Km. Bahn wird mit 15€-50€ geschätzt und die Kosten für Diesel wären auch schon bei 18€ + Kosten des Fahrzeugs.







































