Die Drachenbezwinger von Brignogan
An der wilden Küste von Brignogan, wo der Phare de Pontusval heute einsam über den Granit wacht, herrschte einst eine namenlose Finsternis. In den tiefen Felsspalten hauste der Drache von Beg-Pol, eine Kreatur aus eiskalter Gischt und Nebel. Sein Atem vernebelte die Sinne der Seeleute und lockte sie unerbittlich in den Tod.
Rettung brachte der heilige Pol. Er trat dem Biest ohne Schwert entgegen. Mit der bloßen Autorität seines Glaubens legte er dem Ungeheuer seine schlichte Stola um den Hals. Das einst wilde Monster wurde zahm und folgte dem Heiligen wie ein treuer Hund zum Rand der Klippen.
Dort schickte Pol die Bestie für immer in den Abgrund zurück. Der gewaltige Sprung des Drachen spaltete den Granit und schuf die bizarren Felsformationen, die wir heute sehen. Der Leuchtturm wurde später als ewiges Mahnmal des Lichts über dem alten Nest des Drachen errichtet.
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