Mit dem Camper durch Asturien: Roadtrip ins Land der Gipfel und Geister
Asturien ist das ursprüngliche Herz Spaniens. Wer mit dem Wohnmobil die Grenze zum „Principado de Asturias“ überquert, lässt das trockene Zentralspanien weit hinter sich. Hier erwartet dich ein sattes Grün, das fast an Irland erinnert, kombiniert mit den dramatischen Kalksteinmassiven der Picos de Europa und einer Küste, die so wild und ungezähmt ist, wie kaum eine andere in Europa. Als Dauer-Vanlifer zieht es mich immer wieder hierher, denn in den nebligen Wäldern und tiefen Schluchten Asturiens sind die Sagen nicht nur Folklore – sie sind Teil der Landschaft.
Warum Asturien das perfekte Ziel für Vanlife und Camper ist
Asturien bietet Campern eine Lebensqualität, die ihresgleichen sucht. Die Region hat verstanden, dass wir Vanlifer die Natur schätzen, und bietet dafür die passende Bühne:
Stellplätze zwischen Meer und Bergen: In Asturien kannst du morgens auf einem Küstenstellplatz bei Llanes aufwachen und nach nur einer Stunde Fahrt mitten im Hochgebirge bei Covadonga stehen. Die Versorgung und Entsorgung ist in den Fischerdörfern und Bergregionen sehr gut ausgebaut.
Das Paradies für Naturfreunde: Die Region ist berühmt für ihre Nationalparks. Mit dem Camper bist du direkt am Startpunkt von legendären Wanderungen wie der Ruta del Cares.
Kulinarik am Van: Nichts schlägt einen Abend vor dem Camper mit einer Flasche asturischem Sidra (Apfelwein) und einem Stück Cabrales-Blauschimmelkäse direkt vom Erzeuger.
Landschaft, Kultur & Leute: Das stolze „Asturias“
Die Asturier sind ein herzliches, aber auch eigenwilliges Volk. Sie sind stolz darauf, dass ihre Region die einzige in Spanien war, die nie vollständig von den Mauren erobert wurde. Das spürt man in der Architektur der präromanischen Kirchen und dem unbändigen Stolz auf die eigene Geschichte.
Die Landschaft ist geprägt vom „Mar Cantábrico“ (Kantabrisches Meer) mit seinen versteckten Buchten (Calas) und den steilen Klippen. Im Hinterland dominieren dichte Kastanien- und Eichenwälder, die oft im Nebel liegen – die perfekte Kulisse für die mystische Sagenwelt der Region. Die Kultur ist keltisch geprägt, was man nicht zuletzt am Klang der Gaita (Dudelsack) hört, der oft durch die Gassen von Städten wie Oviedo oder Gijón weht.
Auf der Suche nach den Legenden Asturiens
Als Legenden-Jäger bietet mir Asturien Stoff für magische Nächte. Die Mythologie hier ist lebendig und eng mit den Elementen verknüpft:
Die Xanas: Wunderschöne Naturgeister oder Feen, die an kristallklaren Quellen und Wasserfällen hausen. Man sagt, wer am Morgen des Johannistages an einer Quelle steht, kann ihre Schätze gewinnen.
Der Trasgu: Ein kleiner, frecher Kobold mit einem Loch in der linken Hand, der Campern gerne mal die Küchenutensilien versteckt. Wenn in deinem Van plötzlich Dinge verschwinden, war es wohl ein Trasgu!
Die Legende von Covadonga: Der Ort, an dem die Rückeroberung Spaniens begann. Ein magischer Ort in einer Höhle mit einem Wasserfall, der jedem Reisenden eine Gänsehaut beschert.
Authentisches Vanlife: Warum ich immer wieder zurückkomme
Es ist diese Mischung aus der Frische des Ozeans und der Ruhe der Berge, die mich als Dauer-Vanlifer immer wieder nach Asturien führt. Hier findet man noch Plätze, an denen man nachts nur das ferne Läuten der Kuhglocken auf den Almen hört. Asturien ist ein Ort zum Entschleunigen und zum Eintauchen in eine Welt, in der Natur und Magie eins sind.
Mein Tipp: Asturien ist das Land der vier Jahreszeiten an einem Tag. Pack den Regenmantel und die Sonnenbrille ein! Da ich regelmäßig die Küstenpfade und Bergpässe erkunde und dabei ständig neue „geheime“ Stellplätze und uralte Sagen finde, lohnt es sich, öfter auf dieser Seite vorbeizuschauen. Asturien ist eine Entdeckungstour für die Seele.
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